Kirstenbosch-Botanischer Garten
by Givoanni Tedesci, Italy (Übersetzung aus dem Italienischen von Mike Manegold)


Der Kirstenbosch-Botanischer Garten

Über die Ausfahrt des Stadtteils “Rosebanks”, vorbei am Denkmal von Sir Cecil Rhode, dem Gründer des wohl berühmtesten Diamanten-Unternehmens DE BEERS gelangt man von der Stadt her zum Kirstenbosch-Garten.

Er gilt als einer der renommiertesten botanischen Gärten der Welt und liegt am Südhang des Tafelberges und umfasst ein Gebiet von über 500 Hektaren.

Der Kirstenbosch-Garten wurde 1913 zur Erhaltung und Vermehrung der reichen südafrikanischen Pflanzenwelt gegründet.

Der weitläufige Garten ist zu jeder Jahreszeit reizvoll, aber am schönsten im Frühling  (September/Oktober), wenn die vielen Proteen und Wildblumen blühen.

Es ist ein Paradies für den Naturfreund und von grossem Interesse für den Naturwissenschafter. Seine ausgedehnte Landschaft schliesst Flachland un Schluchten, Quellen und Bäche und felsige Höhen ein, deren höchste an den Bergwald bei Maclear’s Beacon reichen.

In dieser Umgebung aus einer meisterhaften Mischung aus Farben, Strukturen, Grösse und Gestalt ist dieser Botanische Garten ein Eldorado zur Pflege der heimischen  rund 18000 Pflanzenarten, darunter Proteen und Heidegewächse, der einzigartigen “Fynbos”-Vegetation des Kaps.

Übrigens die Pelargonen (mit seinen über 200 Abarten) aus denen die “Geranien” gezüchtet wurden, welche die Fensterbänke auf allen fünf Erdteilen schmücken, sind hier gut vertreten.

Auch die Kranichbäume oder Strelitzia (das Blumenwappen von Los Angeles) hat ihre Wurzeln ebenso in Südafrika, wie zahllose andere, darunter Calla, Fresia, Agapanths – eine Art Gänseblümchen, und natürlich die Protea, das Symbol für Südafrikas Flora, die es in fast unendlicher Vielfalt hier gibt.

Im “Cycad Amphitheatre” stehen viele der etwa 20 südafrikanischen Palmen-Arten die ihre grösste Verbreitung vor etwa 70 Mio. Jahren hatten, also zu einer Zeit, als die Dinosaurier ausstarben!

Im kultivierten Garten-Bereich sind die Abteilungen, wie Protea-Garten und den Matthews-Steingarten mit Sukulenten.

Sogar für Sehbehinderte gibt es einen Duftgarten und einen Tastgarten.

Kirstenbosch ist vorwiegend Forschungszentrum, Studien und Dokumentationen werden im Campton Herbenum erstellt, dem Aufbewahrungsort von über 240 000 Pflanzen, zahlreiche galten heute schon aus ausgestorben.

Sehr Naturinteressierte sollten sich für den Besuch des Kirstenbosch-Gartens einen vollen Tag Zeit nehmen, um wenigstens das Wesentlichste gesehen zu haben.


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